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In der Schweiz auf Amazon verkaufen (Amazon FBA)?

Bei der Erschließung internationaler Märkte führt kein Weg an Amazon vorbei: Der E-Commerce-Gigant hat in fast allen Ländern der Welt eine uneingeschränkte Vormachtstellung inne und bietet somit Zugang zu einem gigantischen Kundenreservoir.

Ein Verkauf auf Amazon funktioniert am optimalsten über Fullfillment by Amazon (FBA). Dabei können Online-Händler ihre Produkte auf der Amazon-Plattform anbieten, ohne sich selbst um den Lagerungs- und Distributionsprozess sowie das Kundenmanagement kümmern zu müssen – diese Geschäftsbereiche werden allesamt von Amazon übernommen.

Kann ich auch aus der Schweiz auf Amazon verkaufen? Das ist theoretisch möglich – Amazon FBA steht ebenso Schweizer Händlern zur Verfügung, wenn der Verkauf über eine ausländische Amazon-Webseite abgewickelt wird. Hierfür ist allerdings der Warenexport in ein FBA-Lager in einem EU-Land notwendig. Das geht mit maßgeblichen Logistik- und Organisationskosten einher, weshalb Amazon FBA für Schweizer Unternehmen in der Regel nicht profitabel ist.

Wie sieht es andersherum aus? Der Verkauf aus dem Ausland in die Schweiz über Amazon FBA ist überhaupt nicht möglich. Wer seine Produkte in die Schweiz importieren, aber zugleich die immensen Einfuhr- und Zollkosten umgehen möchte, benötigt daher einen starken lokalen Distributionspartner wie SURS. Wirbieten eine vollumfängliche Fulfillment-Lösung mitsamt Schweizer Lager an und ermöglichen Ihnen somit einen kompletten und reibungslosen Markteintritt in die Schweiz.

Person sitzt an einem Schreibtisch und kontrolliert die versendete Ware mit hilfe eines Laptops. Amazon Schweiz.

Was ist Amazon FBA und wie funktioniert es?

Amazon FBA (Fulfillment by Amazon) ist ein Distributionskanal, bei dem Amazon sowohl die Lagerung als auch den Versand und das Kundenmanagement für Verkäufer übernimmt. Online-Händler vertreiben ihre Produkte also auf der Amazon-Plattform, und der E-Commerce-Riese übernimmt dafür alle relevanten logistischen Details.

Für Verkäufer ist das äußerst praktisch: Sie haben Zugriff auf Amazons etablierte Infrastruktur sowie dessen riesigen Kundenstamm, ohne sich selbst um die Lagerhaltung und die Lieferung der Produkte kümmern zu müssen. Obendrein wird auch die mühselige Aufgabe der Retourenabwicklung an Amazon ausgelagert.

Damit weist Amazon FBA große Ähnlichkeiten zum Dropshipping auf – in beiden Fällen ist kein eigenes Lager vonnöten. Während der Produktverkauf beim Dropshipping aber weiterhin über den eigenen Marktplatz abgewickelt wird, geschieht das bei Amazon FBA auf der Amazon-Webseite. Verkäufer profitieren hierbei zugleich von Amazons Markenbekanntheit, gerade Amazon Prime ist mittlerweile auch ein Qualitätssiegel.

Um mit Amazon FBA zu starten, müssen Online-Händler lediglich ein Verkäuferkonto einrichten und sich für das FBA-Programm registrieren. Anschließend senden Verkäufer ihre Produkte an ein Amazon-Lager – dort werden sie bis zur Transaktion gelagert und dann an den Kunden versandt.

Amazon FBA eignet sich daher insbesondere für Unternehmen, die ihre Reichweite erweitern und internationale Märkte erschließen wollen. In einer global ausgerichteten E-Commerce-Strategie kann Amazon FBA deshalb eine Schlüsselrolle einnehmen, da hierdurch eine einfache Internationalisierung ermöglicht wird.

Welche Kosten und Gebühren fallen bei Amazon FBA an?

Hinweis: Amazon hat für die Schweiz keine länderspezifische Plattform, stattdessen werden Schweizer Kunden stets auf die deutsche, französische oder italienische Webseite weitergeleitet. Daher werden alle Geldwerte in EUR und nicht CHF angegeben.

Online-Händler müssen diverse Kostenfaktoren berücksichtigen, die für die Nutzung von Amazon FBA anfallen. Das beginnt schon bei der Einrichtung des Verkäuferkontos: Hier kann man sich entweder als Einzelverkäufer oder als professioneller Verkäufer anmelden. Einzelverkäufer zahlen einen Kostensatz von 0,99 € pro verkauftem Artikel, während für professionelle Verkäufer eine monatliche Abonnementgebühr von 39,99 € fällig wird, die alle Verkäufe abdeckt.

Für Online-Händler, die zwischen diesen beiden Optionen abwägen, ergibt sich eine einfache Rechnung: Bei einer monatlichen Verkaufsmenge von maximal 40 Einheiten lohnt sich eine Anmeldung als Einzelverkäufer, ansonsten empfiehlt sich ein Konto für professionelle Verkäufer.

Weiterhin fallen Verkaufsgebühren, Lagergebühren und Versandgebühren an:

Die Verkaufsgebühr wird von Amazon für jeden verkauften Artikel erhoben. Der genaue Prozentsatz richtet sich nach der Produktkategorie sowie mitunter auch nach dem Gesamtverkaufspreis. Bei Medienprodukten (bspw. Büchern, DVDs oder Videospielen) kommt noch eine Abschlussgebühr von 0,81 oder 1,01 € pro verkauftem Artikel hinzu. Für viele Produktkategorien gilt obendrein eine Mindestverkaufsgebühr.

So sieht die Kostenstruktur für drei beispielhaft ausgewählte Produktkategorien aus:

  • Beauty, Drogerie und Körperpflege: Verkaufsgebühr von 8 % (Gesamtverkaufspreis ≤ 10 €) oder 15 % (Gesamtverkaufspreis > 10 €), Mindestverkaufsgebühr von 0,30 €
  • Software: Verkaufsgebühr von 15 % + Abschlussgebühr von 0,81 € je Einheit, keine Mindestverkaufsgebühr
  • Elektronik: Verkaufsgebühr von 7 %, Mindestverkaufsgebühr von 0,30 €

Die Lagergebühren bei Amazon FBA werden monatlich berechnet und hängen vom genutzten Volumen in den Amazon-Fulfillment-Zentren ab. Außerdem ist zu beachten, dass die Lagerkosten zwischen Oktober und Dezember höher sind als in den anderen Monaten. Ähnlich hierzu berechnen sich die Versandgebühren nach der Größe und dem Gewicht des Produktes.

Hier finden Sie eine genaue Übersicht über die Kostenstruktur bei Amazon FBA.

An den Verkaufsgebühren lässt sich nicht viel ändern. Für die Kostenoptimierung ist es daher besonders wichtig, dass die Lager- und Versandkosten minimiert werden. Vor allem langfristige Lagergebühren sollten unbedingt vermieden werden und vermindern die Rentabilität drastisch – Online-Händler, die via Amazon FBA verkaufen wollen, müssen deswegen eine effiziente Bestandsverwaltung sicherstellen.​

Wie wählt man die richtigen Produkte für den Verkauf auf Amazon FBA aus?

Eine wohlüberlegte Produktselektion ist entscheidend für ein erfolgreiches E-Commerce-Business auf Amazon. Folgende Faktoren sollten unter anderem berücksichtigt werden:

  • Verkaufspreis
  • Produktgröße
  • Produktgewicht
  • Versandkartongröße

Leichte, kleine und kompakte Produkte sind ideal für Amazon FBA geeignet, denn sie verursachen nur geringe Lager- und Versandkosten. Obendrein ist es wichtig, dass sich Einheiten schnell und oft verkaufen. Je länger ein Artikel im Lager liegt, desto höhere Kosten verursacht er. Daher sind Einheiten mit schnellem Umschlag wie Fast Moving Consumer Goods (FMCG) besonders attraktiv.

Hier sind einige Beispiele für Produktkategorien, die sich sowohl durch eine stabile Nachfrage als auch gute Gewinnmargen auszeichnen:

  • Gesundheitsprodukte und Kosmetika
  • Bücher
  • Heim- und Küchenartikel
  • Babyartikel und Spielzeug
  • Schmuck

Bei allen Vorteilen, die Amazon FBA mit sich bringt, dürfen Online-Händler aber nicht vergessen: Durch die hohe Popularität von Amazon als Verkaufsplattform ist die Konkurrenz enorm hoch. Es reicht deshalb nicht aus, dass ein Artikel einer passenden Produktkategorie angehört – er muss innerhalb seiner Produktkategorie auch ein hohes Ranking mitbringen. Das lässt sich durch den Amazon Best Sellers Rank (BSR) ermitteln. Ein niedriger BSR deutet dabei auf eine hohe Verkaufsfrequenz hin​.

Damit die richtigen Produkte selektiert und auf dem Marktplatz platziert werden, sollten sich Online-Händler nicht nur auf ihre persönliche Expertise verlassen, sondern auch umfangreich in Marktforschung und Wettbewerbsanalysen investieren. Es lohnt sich zudem, Amazon Seller Tools wie Jungle Scout oder Helium 10 zu nutzen: Diese bieten detaillierte Einblicke in Kategorien und Suchanfragen auf Amazon. Diese Informationen bieten Ihnen eine objektive Grundlage, um profitable Nischen zu identifizieren sowie die Nachfrage und das Konkurrenzniveau zu bewerten​.

Trends und Kundenbedürfnisse können außerdem durch die Analyse von Verkaufsdaten und Kundenbewertungen erkannt werden. Auch hier bietet sich die Nutzung von entsprechenden Tools an, Keepa und CamelCamelCamel gehören etwa zu den namhaftesten Preistrackern. Die Analyse von Preis- und Verkaufshistorien wird Ihnen dabei helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen und Preisstrategien zu optimieren​.

Spezialfall Schweiz: Versand, Kosten, Zoll und Steuern

Jeder Verbraucher aus der Schweiz wird es nur zu gut wissen: Die Schweiz stellt in der globalen E-Commerce-Welt einen absoluten Sonderfall dar und ist eines der wenigen Länder, das noch nicht von der erdrückenden Marktdominanz Amazons erfasst wurde. Stattdessen erzielen andere Plattformen wie Digitec Galaxus oder Manor die besten Verkaufszahlen – auf unserem Blog erfährst du mehr über die wichtigsten Schweizer Marktplätze sowie deren Stärken und Schwächen.

Besonders wichtig für Online-Händler: Es gibt in der Schweiz keine FBA-Lager! Tatsächlich existiert nicht einmal eine länderspezifische Webseite, deswegen müssen alle Verkäufe über ausländische Amazon-Webseiten abgewickelt werden. Aufgrund der fehlenden Lager müssen Schweizer Verkäufer ihre Produkte zudem an Amazon-Fulfillment-Center in einem Nachbarland senden, hier bietet sich natürlich vorrangig Deutschland an.

Dies ist jedoch mit einigen Tücken und Hürden verbunden. Die Schweiz ist nicht Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) und hat obendrein extrem strenge Zollbestimmungen. Das verursacht deutlich erhöhte Ausfuhr- und Lieferkosten, welche einen Export gänzlich unprofitabel machen können.

Kompliziert sind auch die Regelungen zur Mehrwertsteuer. Nehmen wir das Beispiel Deutschland: Wer in Deutschland Umsätze generiert, muss sich in Deutschland steuerlich registrieren und dort auch die Mehrwertsteuer abführen. Schweizer Unternehmen benötigen deshalb in jedem Land eine Steuernummer und müssen zudem eine deutsche Umsatzsteuer-Identifikationsnummer beantragen. Dafür ist bei Schweizer Belangen das Finanzamt Konstanz zuständig.

Was auf dem Papier relativ unkompliziert klingt, ist in Wirklichkeit aber oftmals ein langwieriger Prozess, der große zeitliche und organisatorische Ressourcen verschlingt. Wagen Sie deshalb nicht unvorbereitet den Sprung über die Ländergrenze – es ist unabdingbar, dass Sie bereits im Vorhinein sämtliche rechtlichen Anforderungen gründlich prüfen und gegebenenfalls einen Steuerberater oder Treuhänder hinzuziehen.

Zwei Personen verpacken ihr Produkt in einen Karton. Amazon Schweiz

Wie startet man als Amazon FBA Verkäufer in der Schweiz?

Da bei Amazon FBA die meisten Geschäftsbereiche ausgelagert werden, ist ein niedrigeres Startkapital notwendig, als es sonst bei der Neugründung eines Business der Fall wäre. Eine gewisse Liquidität wird aber natürlich trotzdem benötigt. Wie hoch das notwendige Startkapital sein muss, lässt sich nicht pauschal beantworten, denn das hängt erst einmal von der Größe des Business ab. Wer etwa als Einzelverkäufer lediglich einen kleinen Nebenverdienst erwirtschaften möchte, benötigt nicht mehr als eine geringe vierstellige Summe.

Planen Sie hingegen als professioneller Verkäufer, ein hauptberufliches E-Commerce-Geschäft aufzuziehen, dann müssen Sie den großen Kundenstamm von Amazon berücksichtigen. Durch die hohe Reichweite lässt sich auch eine hohe Nachfrage erzielen, wodurch ein nennenswertes Produktvolumen vorhanden sein muss – wer Produkte nicht schnell genug nachliefern kann, verliert auf dem Marketplace an Ansehen.

Die Kalkulation des Startkapitals beginnt somit stets mit den Kosten für die Beschaffung des Inventars, welche sich durch das Produkt aus Einkaufswert und Artikelmenge berechnen. Führen Sie außerdem zu Beginn eine gründliche Wettbewerbs- und Konkurrenzanalyse durch, um die Nachfrage gut abschätzen zu können.

Hinzu kommen alle FBA-Gebühren für Verkauf, Versand und Lagerung (siehe oben). Damit ein Artikel gut auf Amazon rankt, ist zugleich gutes Produktlisting notwendig – entsprechende Investitionen in Amazon-SEO und professionelle Produktfotografie sind daher empfehlenswert.

Zum Schluss sei nicht vergessen: Da es keine FBA-Lager in der Schweiz gibt, müssen alle Produkte ins Ausland versandt werden, was nicht zuletzt aufgrund der Schweizer Zollregeln mit erheblichen Mehrausgaben verbunden ist. Überlegen Sie sich deshalb im Vorfeld genau, ob Amazon FBA angesichts der logistischen, rechtlichen und steuerlichen Herausforderungen überhaupt eine sinnvolle Option darstellt.

Sollten Schweizer Verkäufer Amazon FBA in Betracht ziehen?

An sich bietet Amazon FBA zahlreiche Vorteile – und zwar auch für Schweizer Verkäufer. Amazons umfangreiche Lager- und Distributionsinfrastruktur ermöglicht es Online-Händlern, ihre Produkte effizient zu lagern und zu versenden, ohne sich um die logistischen Details kümmern zu müssen.

Das verringert die Eintrittshürde und erlaubt Ihnen, sich auf die Skalierung Ihres Geschäfts und die Erweiterung Ihrer Produktpalette zu konzentrieren. Außerdem verschafft Amazon Ihren Produkten eine höhere Sichtbarkeit und Attraktivität, was wiederum zu höheren Verkaufszahlen führt. Amazon FBA ist dabei insbesondere hilfreich für die Erschließung neuer internationaler Märkte.

Hervorgehoben sei des Weiteren der blitzschnelle Versand via Amazon Prime – das ist auch vorteilhaft im Vergleich zu Amazon FBM (Fulfillment by Merchant), wo die Verkäufer zwar auf Amazon verkaufen, aber dennoch selbst für die Lagerung und den Versand verantwortlich sind.

All diesen Vorzügen steht allerdings ein wesentlicher Nachteil gegenüber, der in den meisten Fällen deutlich schwerer wiegt: die fehlenden Schweizer FBA-Lager. Durch den notwendigen Versand in ausländische FBA-Lager entstehen horrende Zusatzkosten. Zudem sind Unternehmen dazu verpflichtet, sich in jedem EU-Land steuerlich zu registrieren, sobald sie eine bestimmte Umsatzschwelle überschreiten. Das bedeutet einen erheblichen administrativen Zusatzaufwand und erhöht die Kosten nur noch weiter​.

Unserer Ansicht nach ist Amazon FBA für Schweizer Verkäufer deshalb normalerweise nicht empfehlenswert. Die nötige wirtschaftliche Effizienz wäre allenfalls gegeben, wenn das Unternehmen ein Lager und eine Niederlassung (GmbH oder AG) in einem anderen EU-Land besitzt oder die Waren direkt von einem anderen Händler an das ausländische FBA-Lager geliefert werden. Ohne diese Voraussetzungen ist Amazon FBA für Schweizer Firmen hingegen in der Regel keine sinnvolle Option.

Kann ich über Amazon FBA in die Schweiz verkaufen?

Über Amazon FBA in die Schweiz verkaufen geht aktuell nicht. Der Verkauf von FBA-Lagerbeständen in andere Länder ist eigentlich kein Problem – die Schweiz bildet aber auch hier wieder eine Ausnahme. Für Online-Verkäufer, die dennoch den einkommensstarken Schweizer Markt erschließen möchten, eignet sich daher prinzipiell nur der Verkauf über einen heimischen Marktplatz. Das erfordert allerdings ein lokales Lager in der Schweiz, was wegen der Zoll- und Versandgebühren keine wirtschaftlich sinnvolle Option darstellt.

Stattdessen empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem starken lokalen Distributionspartner wie SURS. Wir fungieren als FBA-Ersatz und übernehmen sämtliche Funktionen, die normalerweise durch Amazon FBA abgedeckt würden. Das umfasst insbesondere den gesamten Lagerungs- und Distributionsprozess – hierdurch werden alle logistischen und rechtlichen Hürden beim Markteintritt in die Schweiz optimal gelöst.

Unser Angebot geht aber über bloßes Fulfillment hinaus: Wir bieten einen holistischen Allround-Service, der auch zentrale Aspekte wie Marketing und Produktlisting beinhaltet. Obendrein bieten wir Ihnen eine verlässliche Anbindung zu sämtlichen lokalen Marktplätzen – Plattformen wie Manor oder Zalando sind für ihre überaus selektive Partnerauswahl bekannt und ausländischen Online-Händlern deshalb eigentlich kaum zugänglich. Mit SURS gelingt Ihnen hingegen die vollständige Marktdurchdringung der lukrativen Schweizer E-Commerce-Landschaft.

Fazit: Amazon FBA aus der Schweiz? Möglich, aber zumeist unrentabel

Es ist möglich, als Schweizer Unternehmen mit Amazon FBA über die Landesgrenzen hinweg zu verkaufen. Dafür müssen die Produkte aber in ein ausländisches FBA-Lager exportiert werden, was mit erheblichen Zusatzkosten einhergeht. Deswegen ist Amazon FBA aus der Schweiz nur mit einer EU-Niederlassung wirtschaftlich sinnvoll.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen Amazon FBA und Amazon FBM?

Sowohl FBA (Fulfillment by Amazon) als auch FBM (Fullfillment by Merchant) erlauben es Online-Händlern, ihre Produkte auf der Amazon-Webseite zu vertreiben. Im Rahmen von Amazon FBA übernimmt der Online-Gigant zusätzlich die Lagerung und die Lieferung der Produkte sowie das gesamte Kundenmanagement, während diese Aufgabe bei Amazon FBM weiterhin dem Verkäufer zufällt. Das ist mit größerem Aufwand, aber dafür auch mehr Kontrolle und potenziell niedrigeren Kosten verbunden.

Warum gibt es in der Schweiz keine FBA-Lager?

Amazon hat in der Schweiz überhaupt keine Präsenz. Das liegt vordergründig an den komplexen Einfuhr- und Zollbestimmungen, weswegen die Schweiz auch im E-Commerce eine isolierte Sonderrolle einnimmt. Damit ist ebenso der fehlende Online-Auftritt zu erklären, es gibt keine länderspezifische Amazon.ch-Webseite. Daher existiert auch kein FBA-Programm für Schweizer Online-Händler – sie müssen stattdessen Fulfillment-Center in anderen Ländern nutzen.

Ist Amazon FBA in der Schweiz überhaupt möglich?

Das kommt ganz darauf an, ob die Produkte in die Schweiz importiert oder aus der Schweiz exportiert werden sollen. Es ist für Schweizer Online-Händler möglich, ihre Waren mittels Amazon FBA außerhalb der Landesgrenzen zu verkaufen – das wird dann über ein ausländisches FBA-Programm abgewickelt. Aufgrund der hohen Ausfuhrgebühren ist das zumeist aber nicht rentabel. Die umgekehrte Richtung stellt gar keine Option dar: Online-Händler im Ausland können Amazon FBA nicht nutzen, um ihre Produkte in der Schweiz zu vertreiben. Stattdessen sollten sie mit einem lokalen Distributionspartner wie SURS kooperieren, um den Schweizer Markt zu erschließen.